Veganes Osterbrot
Süße Verführungen

Veganes Osterbrot – Kulitsch mal anders

In diesem Beitrag stelle ich euch das Rezept für ein total fluffiges veganes Osterbrot – auch Kulitsch genannt – vor. Es handelt sich um einen traditionellen ukrainischen (russischen) Hefekuchen.
Das Originalrezept für dieses Brotes kommt von Birgit mit dem dem Food Blog “Birgit D”.

Die Idee zum Backen diesen Osterbrots kommt vom Event Synchronbacken. Dieses wird monatlich von Zorra (Kochtopf) ausgerichtet.
Alle Teilnehmer des Events backen mehr oder weniger gleichzeitig ein vorgegebenes Rezept. Jeder – egal ob Back-Anfänger oder -Profi – kann an der Veranstaltung teilnehmen.
Beim Synchronbacken steht definitiv der Spaß im Vordergrund.

Meiner Meinung nach ist das Synchronbacken eine gute Möglichkeit neue (oftmals unbekannte) Rezepte auszuprobieren und kennen zu lernen.

Kulitsch Bedeutung

Kulitsch ist ein meist rundes Osterbrot aus Russland.
Es handelt sich dabei um einen Kuchen, der aus einem süßen Hefeteig gebacken wird. Traditionell werden dem Teig Rosinen, Orangeat und Gewürze wie Muskatnuss und Kardamom hinzugefügt.
Zudem wird das Osterbrot auf der Oberseite mit Puderzucker bestrichen.

Symbolisierung Osterbrot

Bereits im Mittelalter zählte das Osterbrot als christliches Symbol des Fastenbrechens. Nach der Fastenzeit von 40 Tagen durfte an Ostern wieder normal gegessen werden.
Noch immer werden in vielen Familien an Ostern traditionelle Gerichte serviert: Fisch an Karfreitag, Lamm am Ostersonntag und den Osterkuchen als süßes Gebäck.

Hefeteig Liebe

Egal ob Leckereien mit Kuhmilch oder vegan, ob süß oder herzhaft:
Ich backe wirklich super gerne mit Hefeteig!

Je nachdem wie viel Hefe verwendet wird, lasse ich meine Teige mehr oder weniger lange gehen.
Wenn es schnell gehen muss, lasse ich meinen Teig kürzer gehen und muss dementsprechend mehr Hefe verwenden.
Andersherum verwende ich weniger Hefe wenn ich den Teig entspannt gehen lassen kann.

Ein “guter” Hefeteig fängt bei mir bereits bei dem Mischen der Zutaten an:
Die Hefe löse ich immer in lauwarmem Wasser bzw. lauwarmer Milch auf. Erst wenn sich die Hefe komplett aufgelöst hat mische ich die weiteren Zutaten hinzu.
Anschließend lasse ich die Zutaten ca. 10 Minuten mit Hilfe meiner Küchenmaschine auf Stufe 1 kneten.
Der Teig sollte nach dem Kneten elastisch sein. Zudem darf er nicht mehr an den Fingern kleben.

Zum “kürzeren” Gehen (bis zu 5 Stunden) decke ich den Teig mit einem sehr feuchten Geschirrtuch ab und stelle ihn an einen Ort mit warmer Zimmertemperatur. Im Winter ist dies nahe der Heizung, im Sommer an einem sonnigen Plätzchen.
Für das “längere” Gehen über Nacht packe ich den Teig in einer Peng-Schüssel in den Kühlschrank. Am nächsten Tag lasse ich den Teig für ca. 1 Stunde bei Zimmertemperatur akklimatisieren bevor ich ihn weiter verarbeite.

Das wird für veganes Osterbrot benötigt:

Vorbereitungszeit 5 Min.
Zubereitungszeit 10 Min.
Quell-, Geh- und Backzeit 14 Stdn. 30 Min.
Arbeitszeit 14 Stdn. 45 Min.

Zutaten
  

Für den Teig

  • 330 g Mehl (405)
  • 180 g Milch (Kuh- oder Pflanzenmilch)
  • 45 g Zucker
  • 2 g Salz
  • 30 g Margarine
  • 5 g Hefe (frisch)
  • 1 El Sojamehl (mit 2 El Wasser glatt rühren)
  • 70 g Rosinen
  • 50 g Orangeat
  • 60 g Mandeln (gehackt)
  • 6 El Flüssigkeit (Orangensaft, Whisky, Rum o.ä.)
  • ¼ Tl Muskatnuss
  • ½ Tl Kardamom (oder ¼ Tl Zimt & ¼ Tl Nelke)

Zum Bestreichen

  • 4 El Milch (Kuh- oder Pflanzenmilch)
  • 1 Tl Agavendicksaft

Guss

  • 80 g Puderzucker
  • 3 El Wasser

Schritt 1

Rosinen und Orangeat für 1- 2 Stunden in Orangensaft, Whisky, Rum o.ä. einlegen.

Die Mandeln ohne Fett in einer Pfanne rösten.

Schritt 2

Hefe und Zucker in lauwarmer Milch auflösen.
Alle übrigen Teig-Zutaten dem Hefewasser hinzufügen.
Zutaten mit Hilfe einer Küchenmaschine oder einem Kochlöffel zu einem homogenen Teig mischen.

Den Teig für 10 – 12 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
Während diesen Vorgangs den Teig so oft wie möglich dehnen & falten.

Schritt 3

Nach dem Gehzeit den Teig formen: rundherum zur Mitte ziehen und andrücken; bis alle Anteile eingeschlagen sind.
Den Teigling umdrehen. Die Teighülle straff nach unten ziehen.

Eine kleine Springform (20 cm) einfetten.
Den Teig mit der runden Seite nach oben hineinlegen.
Abdecken und weitere 2 Stunden gehen lassen.

Den Backofen vorheizen.
Umluft 180°C.

Milch und Agavendicksaft verrühren. Das vegane Osterbrot bestreichen.
Den Kuchen seitlich einritzen (ca. 5 mm tief), damit er während des Backens oben nicht aufplatzt.
Den Kulitsch 30 – 40 Minuten goldbraun backen.

Nach dem Backvorgang das Osterbrot auf einem Gitter auskühlen lassen.

Bei Wunsch eine Zuckerglasur anmischen.
Dafür den Puderzucker mit ca. 3 – 4 El Wasser verrühren. Die Zuckerglasur auf die Oberseite des veganen Osterbrots streichen. Bunte Streusel oder Marshmallows auf die Glasur geben.

Guten Appetit!

Ihr sucht nach einem einfachen Hefeteig-Rezept? Dann schaut euch unbedingt die Zusammensetzung der Hefe-Weckmänner an.

Und da es sich um ein Synchronbacken handelt, empfehle ich euch einen Blick auf die Resultate der anderen Teilnehmer:

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Caroline von Linal’s Backhimmel
Bianca von ELBCUISNE
Britta von Backmaedchen 1967
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Susanne von magentratzerl
Simone von zimtkringel
Susanne von Was gibt’s zu essen, Liebling?
Laura von Aus Lauras Küche
Shermin von Der magische Kessel
Manuela von Vive la réduction!
Tina von Küchenmomente

16 thoughts on “Veganes Osterbrot – Kulitsch mal anders

  1. Hübsch ist der geworden. Und auch wenn ich nicht vegan lebe – die Streiche mit Milch und Agavendicksaft merke ich mir; mich nervt immer, dass von der Eistreiche so viel übrig bleibt.

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